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Warum wir oft wissen, was uns gut tun würde – und es trotzdem nicht tun

  • vor 3 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit

Jeder von uns kennt das: Wir wissen genau, was uns guttun würde:


Mehr Pausen.

Weniger arbeiten.

Mehr Bewegung

Ein Gespräch führen.


Und schnell entsteht Druck: Warum schaffe ich das nicht?


Gemütlicher Raum mit beigem Sessel, Kissen, Vorhang und Topfpflanze. Sonniges Tageslicht durch Fenster, harmonische Stimmung.

Zwischen Wissen und Handeln liegt mehr

Oft wird die Antwort in fehlender Disziplin gesucht. Doch in meiner Arbeit zeigt sich etwas anderes:

Zwischen Wissen und Handeln liegt häufig ein inneres Spannungsfeld.

Ein Teil möchte Veränderung. Ein anderer hält am Bestehenden fest.


Warum wir am Vertrauten festhalten

Wir Menschen neigen dazu, das zu wiederholen, was wir kennen – auch dann, wenn es uns nicht unbedingt gut für uns ist. Das Vertraute gibt Sicherheit. Es ist vorhersehbar.

Veränderung hingegen bedeutet immer auch ein Stück Unsicherheit. Und genau darauf reagiert ein Teil in uns oft zurückhaltend.


Druck verstärkt oft den Widerstand

Wenn wir versuchen, uns zu etwas zu zwingen, wird der innere Widerstand meist stärker.

Nicht, weil etwas mit uns nicht stimmt – sondern weil ein Teil gesehen werden möchte.


Verstehen statt kämpfen

Veränderung entsteht selten durch Druck. Sondern eher dann, wenn wir beginnen zu verstehen, warum wir gerade noch so handeln, wie wir handeln. Oft liegt darin bereits der erste Schritt.


Verstehen als Ausgangspunkt

Dieses Verstehen entsteht oft nicht nebenbei. Es braucht Raum, Zeit und manchmal auch einen Blick von außen, um Zusammenhänge klarer zu sehen und zu verstehen:

Welche inneren Anteile wirken gerade?

Was wird geschützt?

Warum fühlt sich das Vertraute trotz allem sicherer an?

In der Beratung kann genau dieser Raum entstehen. Ein Raum, in dem es nicht darum geht, sich zu verändern, sondern sich zunächst besser zu verstehen.

Und häufig wird genau dadurch Veränderung möglich.


Mögliche Gründe für den inneren Widerstand:


  • Innere Konflikte

  • Gewohnheiten (Sicherheit und Orientierung)

  • Emotionale Blockaden (bspw. Ängste, Zweifel, negative Glaubenssätze)

  • Fehlende Motivation und Prioritäten

  • Überforderung und Perfektionismus

  • Funktion im System









 
 
 

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